Der Tölzer Knabenchor wurde im Jahr 1956 von Gerhard Schmidt-Gaden ins Leben gerufen und zählte wenige Jahre nach seiner Gründung bereits zu den gefragtesten und vielseitigsten Knabenchören. Die Tölzer leisteten mit wegweisenden Interpretationen insbesondere auf dem Gebiet der Barockmusik einen nicht unerheblichen Beitrag zum Wandel der musikalischen Aufführungspraxis. Seit den 1970er Jahren übernehmen Tölzer Solisten die Knabenpartien an den führenden Opern- und Konzerthäusern Europas. Der Chor ist ebenso gefragt bei Aufführungen großer oratorischer und symphonischer Werke mit renommierten Orchestern und Dirigenten. Künstlerpersönlichkeiten wie Carl Orff, August Everding, Hans Werner Henze, Leonard Bernstein, Gustav Leonhardt, Nikolaus Harnoncourt und Claudio Abbado zählten zu den frühen Förderern des Chores. Herbert von Karajan bezeichnete den Tölzer Knabenchor seinerzeit sogar als "einen der besten Chöre der Welt". Im Jahr 2014 gab Schmidt-Gaden im Alter von 78 Jahren die Leitung des Chores ab. Künstlerischer Leiter ist nun sein Schüler und ehemaliger Sopransolist Christian Fliegner. Unterstützt wird er dabei von einem Team von acht Stimmbildnern und Chorleiter:innen. Die Leitung der Solistenabteilung obliegt Ursula Richter.
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Dienstag, 9. Juli 2024

Tölzer Knaben brillieren bei den Münchner Opernfestspielen

Dienstag, 09. Juli 2024, Premiere
Weitere Vorstellungen am 11., 14., 17. und 22. Juli
MÜNCHEN, Prinzregententheater
Münchner Opernfestspiele 2024

CLAUDE DEBUSSY: PELLÉAS ET MÉLISANDE. Drame lyrique in fünf Akten.

Felix Hofbauer mit Intendant Serge Dorny auf der Premierenfeier, 9.7.2024 (Foto: MICHAEL KOCYAN)
Felix Hofbauer mit Intendant Serge Dorny
Premierenfeier am 9.7.2024
Foto: Michael Kocyan
mit Felix Hofbauer / Henrik Brandstetter (Solisten des Tölzer Knabenchors*), 
alternierend in der Rolle des Yniold

Ben Bliss, Pelléas
Sabine Devieilhe, Mélisande
Christian Gerhaher, Golaud
Franz-Josef Selig, Arkel
Sophie Koch, Geneviève

Bayerisches Staatsorchester
Projektchor der Bayerischen Staatsoper
HANNU LINTU, Musikalische Leitung
JETSKE MIJNSSEN, Inszenierung

* Ausbildung & Einstudierung: Ursula Richter / Christian Fliegner

Liveübertragung der Premiere im Bayerischen Rundfunk und zeitversetzte Ausstrahlung im ARD Radiofestival (hr 2 Kultur / rbb Radio / SWR Kultur 3 am 10.08.2024 um 20.03 Uhr)

Felix Hofbauer (Yniold) mit Christian Gerhaher (Golaud)
Foto: Wilfried Hösl / Bayerische Staatsoper












« Einen dicken Extra-Applaus verdient sich Felix Hofbauer vom Tölzer Knabenchor als Yniold: So ein guter Knabensopran ist wirklich selten. » 
(BR Klassik, 10.7.2024, Bernhard Neuhoff)

» vom Publikum am Ende lautstark gefeiert wird auch Felix Hofbauer von den Tölzer Knaben, der sich als Yniold mit einer starken Darbietung selbstbewusst neben den gestandenen Opernstars behauptet.» 
(Die Deutsche Bühne, 10.07.2024, Tobias Hell)

« Felix Hofbauer vom Tölzer Knabenchor glückt als Yniold das erstaunliche Charakterporträt eines traumatisierten, trotzdem selbstbewussten Kindes. » 
(Münchner Merkur, 10.7.2024, Markus Thiel)

« Felix Hofbauer vom Tölzer Knabenchor begeistert mit Stimmklarheit und einer erstaunlichen darstellerischen Professionalität.» 
(Abendzeitung, 11.07.2024, Robert Braunmüller)

« Yniold, sein Sohn (Felix Hofbauer vom Tölzer Knabenchor), antwortet mit seinem angenehm herb timbrierten, so leichten wie kraftvollen Sopran in hilfloser Unschuld auf die bohrenden Fragen nach dem Verhältnis zwischen Mélisande und Pelléas. «
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2024, Christian Gohlke)

« Als Highlight überrascht aber bei der Opernfestspielpremiere eine Rolle, die bei der Uraufführung 1902 in Paris ein Trauma hervorgerufen haben dürfte: Der anspruchsvolle Part des Kindes, gesungen von einem Knabensopran, war damals den Zwischenrufen und Gelächter des Premierenpublikums wohl nicht gewachsen und vergaß schreckensstarr Text wie Töne. Davon war Felix Hofbauer, Solist des Tölzer Knabenchores, meilenweit entfernt. Seine beiden großen Szenen waren musikalisch wie szenisch schlichtweg berückend, seine Stimme kräftig, selbstsicher und dabei klangschön. Auch szenisch bot er einen der Höhepunkte des Abends, wenn er als trauriges, womöglich traumatisiertes Kind beginnt, mit Schaffiguren zu spielen. »
(Mittelbayerische Zeitung, 11.07.2024, Sabine Busch-Frank)

» Unbedingt zu erwähnen ist auch Felix Hofbauer vom Tölzer Knabenchor, der Golauds Sohn aus erster Ehe – ein verschüchtertes, misshandeltes, stumm leidendes Kind – in seltener Knabensopran-Qualität und mit exzellentem Schauspiel darstellt. »
(Orpheus Magazin, Juli 2024, Florian Maier)

« Henrik Brandstetter [Tölzer Knabenchor] mit klarem Knabensopran – welch eine Leistung!» 
(Neues Morgenblatt, 11.07.2024, Michael Bordt SJ)

« Golauds traumatisierter Sohn Yniold: der starke Tölzer Knabe Henrik Brandstetter » 
Die Welt, 13.7.2024, Manuel Brug)

« wunderbar Henrik Brandstetter, Tölzer Knabenchor » 
(BachTrack, 13.7.2024, Michael Vieth)

« aussi de la part du jeune soliste du Tölzer Knabenchor [Henrik Brandstetter, 11.7.] qui incarne Yniold : que ce soit au disque ou à la scène, on avoue ne jamais avoir entendu une telle musicalité et une telle solidité dans la voix de la part d'un soprano garçon; le personnage en prend un relief inédit. » 
(ResMusica, 15.07.2024, Dominique Adrian)

« Die Rolle des Yniold, die wohl größte Kinderrolle des Opernrepertoires, ist mit einem Mitglied aus dem Tölzer Knabenchor besetzt. In der verstörenden Schlussszene des dritten Akts – Golaud lässt seine ganze Verzweiflung an seinem verängstigten Sohn Yniold aus – vermag dieser stimmlich und spielerisch mit Gerhaher mitzuhalten. Für einen vielleicht 12- oder 13-jährigen eine fulminante Leistung! » 
(klassik-begeistert.de, 16.07.2024, Willi Patzelt)

»Bylo s podivem, jak Felix Hofbauer, sólista známého sboru Tölzer Knabenchor, zpíval znělým sopránem a velice citlivě hrál. [Es war erstaunlich, wie Felix Hofbauer, Solist des berühmten Tölzer Knabenchors, mit sonorem Sopran sang und sehr einfühlsam agierte.] « 
(KlasikaPlus.cz, 19.07.2024, Zbyněk Brabec)

« Last but far from least, Felix Hofbauer gave an outstanding performance as Yniold: not ‘for a boy’, but for anyone. As impressively acted as it was sung, this treble’s performance offered yet another feather in the cap for the ever-lauded Tölz Boys’ Choir. » 
(Opera Today, 24.07.2024, Mark Berry)

« De grato resultado musical y teatral el Yniold del joven Felix Hofbauer, miembro solista de los cotizados Tölzer Knabenchor. Con un timbre blanco y color puntiagudo, de trémulo idóneo para la fragilidad del personaje, además de una seguridad musical asombrosa y una gran naturalidad para su edad, fue cariñosamente ovacionado al final de la representación.» 
(Platea Magazine, 25.07.2024, Jordi Maddaleno)

« Y otro triunfador de la noche fue el niño soprano Felix Hofbauer, solista del Tölzer Knabenchor, como seguro y confiado Yniold, en la terrible escena con su padre Golaud que cierra el tercer acto. » 
(El País, 25.07.2024, Pablo L. Rodríguez)

« Felix Hofbauer, soliste de l'excellent Tölzer Knabenchor, incarne un Yniold au timbre cristallin, et déjà doté d'une personnalité importante qui lui permet de donner la réplique adéquate à ses collègues de la distribution. En particulier dans la scène finale décisive du troisième acte, il sait représenter l'antithèse de l'âme torturée de Golaud, impulsif, authentique, pas (encore) accablé par l'amour défendu et la pierre plus lourde que tout. »
(wanderersite.com, 29.07.2024, Antoine Lernez)

Donnerstag, 17. Juli 2003

Uraufführung bei den Münchner Opernfestspielen

17. Juli 2003, 20.00 Uhr (Premiere)
19. Juli 2003
21. Juli 2003
22. Juli 2003
MÜNCHEN, Cuvilliés-Theater

JÖRG WIDMANN: Das Gesicht im Spiegel. Musiktheater in 16 Szenen.

Patrizia: Salome Kammer, Bruno: Dale Duesing, Milton: Richard Salter, Justine: Julia Rempe, Chor der Kinder: Tölzer Knabenchor (18 Knaben-Solisten)
Bayerisches Staatsorchester
PETER RUNDEL, Musikalische Leitung
FALK RICHTER, Inszenierung

Uraufführung einer Auftragskomposition der Bayerischen Staatsoper im Rahmen der Münchner Opernfestspiele 2003

"Widmann hat wirklich zum Teil höchst beachtliche, packende Musik geschrieben. Was er dem vielbeschäftigten Tölzer Knabenchor ... zumutete – zumuten im positiven Sinne, als Vertrauen in ausbaubare Möglichkeiten –, war kühn gedacht und erfunden. Und es wurde ... großartig bewältigt."
NEUE MUSIKZEITUNG (Reinhard Schulz), 9/2003

"Die zwanzig umtriebigen (und musikalisch umwerfenden) Tölzer Knaben"
DIE ZEIT (Mirko Weber), 24.7.2003

Sonntag, 13. Juli 2003

Monteverdi-Oper mit einem Tölzer Solisten bei den Münchner Opernfestspielen

13. Juli 2003, 18:30
15. Juli 2003, 18:30
18. Juli 2003, 18:30
20. Juli 2003, 18:30
23. Juli 2003, 18:30
MÜNCHEN, Prinzregententheater

CLAUDIO MONTEVERDI: IL RITORNO D'ULISSE IN PATRIA

mit Peter Mair, Sopransolist des Tölzer Knabenchores in der Rolle des Amore

Monteverdi Continuo Ensemble des Bayerischen Staatsorchesters
CHRISTOPHER MOULDS, Musikalische Leitung
DAVID ALDEN, Inszenierung

Freitag, 11. Juli 1980

"Feuersnot" an der Bayerischen Staatsoper

Der Tölzer Knabenchor wirkt im Rahmen der Münchner Opernfestspiele im Juli 1980 an einer Neuproduktion der Oper "Feuersnot" von Richard Strauss mit.

Donnerstag, 10. Juli 1980 - 11:00 GP
Freitag, 11. Juli 1980 - 20:00 Premiere
Dienstag, 15. Juli 1980 - 20:00
MÜNCHEN, Nationaltheater

RICHARD STRAUSS: Feuersnot. Singgedicht in einem Akt.
Hans Hopf, Sabine Hass, Sigmund Nimsgern u.a.
Tölzer Knabenchor
Chor und Orchester der Bayerischen Staatsoper
GUSTAV KUHN, Musikalische Leitung
GIANCARLO DEL MONACO, Inszenierung

- Karl Schumann hebt in seiner Rezension im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung "Gerhard Schmidt-Gadens hinreißend komödiantischen Tölzer Knabenchor" hervor.
- Zeitgleich zu den Proben und Vorstellungen der "Feuersnot" bereiten die Knaben auch die Oper "Dido and Aeneas" vor, deren Aufführung im August 1980 auf dem Terminplan steht.