28. November 1990 - BASEL
29. November 1990 - SCHAAN
30. November 1990 - BIEL
02. Dezember 1990 - GENF
03. Dezember 1990 - LUZERN
04. Dezember 1990 - ZÜRICH
08. Dezember 1990 - KÖLN, Philharmonie*
09. Dezember 1990 - KÖLN, Philharmonie*
11. Dezember 1990 - DÜSSELDORF, Tonhalle
12. Dezember 1990 - WUPPERTAL, Stadthalle
13. Dezember 1990 - ANTWERPEN, De Singel
14. Dezember 1990 - ANTWERPEN, De Singel
17. Dezember 1990 - TRIEST, Teatro Politeama Rossetti**
18. Dezember 1990 - VENEDIG, Santa Maria Gloriosa dei Frari**
19. Dezember 1990 - FLORENZ, Santo Stefano**
J.S. BACH: Weihnachtsoratorium (I-VI)
* Christoph Prégardien, Tenor; Anton Scharinger, Bass; Derek Lee Ragin, Altus
** Helmut Wildhaber, Tenor; Christian Immler, Bass
Der Tölzer Knabenchor und seine Solisten
Collegium Aureum (Konzertmeister: Franzjosef Maier)
GERHARD SCHMIDT-GADEN, Leitung
» Es war keine pompöse Prachtausgabe, die Gerhard Schmidt-Gaden dem philharmonischen Publikum präsentierte, sondern eine schlichte, bis ins letzte musikalische Detail ausgefeilte Wiedergabe, die sich eng an die Aufführungspraxis des Thomaskantors anlehnte. Denn ihm standen für die Leipziger Gottesdienste weder Chormassen noch ein großes Sinfonieorchester zur Verfügung. Sein Weihnachtsoratorium ist auf eine kleine Besetzung hin konzipiert, und die Tölzer Knaben wie das Collegium Aureum bewiesen aufs neue, daß dieses Meisterwerk auch dann seinen inneren Glanz durchaus leuchtkräftig zu entfalten weiß.
Bei nur wenigen Chorsängern pro Stimmlage gewinnen die Chorsätze eine wundervolle Klarheit und Transparenz. Filigran waren Vokal- und Instrumentalstimmen miteinander verwoben, was durch den intimeren Klang der historischen Instrumente beglückend gelang. «
Kölnische Rundschau (Curt J. Diederichs), 11.12.1990
Für die Aufführung in Düsseldorf zwei Tage nach den erfolgreichen Konzerten in Köln erhält der Chor einen Totalverriss von Wolfram Goertz in der Rheinischen Post. Nicht ganz zu unrecht, denn der Dirigent schlägt an diesem Abend dreifache Tempi an, animiert die Chortenöre zu einem unkultivierten Schreiklang, der Sopransolist setzt seine Arie in den Sand und die Naturtrompeten verkieksen das komplette Konzert. Die restlichen Konzerte der Tournee bieten dann aber wieder die gewohnt hohe Qualität. Eines ist sicher: Bei den Tölzern gleicht kein Konzert dem anderen.